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Himalayan 100 Mile Stage Run - Indien (29.Okt. - 2.Nov. 2017)

Mo, 06. November 17

Nach Läufen in Südafrika, China, Island, etc, war es für mich wieder an der Zeit, ein außergewöhnliches Laufabenteur in Angriff zu nehmen. Schon seit einigen Jahre hatte ich den Etappenlauf in Nordindien, direkt an der Grenze zu Nepal im Visier.

Ende Oktober war es soweit. Nach dem Flug nach New Dehli und einigen Tagen Sightseeing

Ging es in den Norden Indiens, in die Provinz Darjeeling. Mit Bussen wurden die Teilnehmer

In ein kleines Bergdorf gebracht. In den kommenden Tagen sollten 100 Meilen(ca. 160km) in

5 Tagen absolviert werden, und das in besonderer Höhenlage. Für mich komplettes Neuland.

 

1. Etappe: 38km, ca. 3000m HD. Start in ca. 1800m Höhe. Auf Asphalt geht es gleich sehr

steil aufwärts. Ich fühle mich gut, bin extrem motiviert. Nach halber Distanz folgt

ein sehr langes Abwärtsstück, was mir nicht so behagt. Die letzten 10km dann auf

schwierigen Untergrund steil bergauf. Nach über 6 Stunden dann im Ziel auf

knapp 3700m. Übernachtung in einer Berghütte.

 

2. Etappe: 32km, durchgehend zwischen 3400m und 3700m Seehöhe. Müde Beine vom

Vortag. Laufe sehr defensiv. Genieße die großartige Landschaft. Komme in

guter Verfassung ins Ziel.

 

3. Etappe: 42km. Der Marathon ist die Königsetappe der Veranstaltung. Knapp 30 km

werden wieder in über 3500m gelaufen. Dann geht es 1600m bergab. Für

mich nicht ideal. Werde aber durch die fantastische Landschaft entschädigt.

Erreiche ziemlich kaputt in einer passablen Zeit das Ziel(8. Rang in der Marathon-

Wertung).

 

4. Etappe: 21 km. Diese sogenannte „Erholungsetappe“ wird für mich zur Qual. Die rechte

Achillessehne schmerzt, zudem geht es zuerst 10km bergab. Auf der 2. Hälfte

bergauf geht es dann besser. Bin dann froh im Ziel zu sein.

 

5. Etappe: 27km. Heute geht es nur noch ums Durchkommen. Habe Schmerzen an beiden

Beinen. Aufgeben kommt aber nicht in Frage. Ich beisse mich durch und kann es

Im Ziel kaum fassen, diese Herausforderung bewältigt zu haben.

 

Schlussendlich erreichte ich den 7. Rang Overall (Männer und Frauen) in 25Stunden 47 Minuten unter ca 40 Teilnehmern aus 11 Ländern.

Was bleibt, sind unvergessliche Momente einer einzigartigen Laufveranstaltung.

Namaste!

 

Robert Lampert

 


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